








Die Geburtsstunde der Gasseschränzer
1984 kam dem Kreuzlinger Lehrer Olivier Grandjean eine revolutionäre Idee. Von der
Basler Fasnacht beeinflusst, gründete er eine Kinderguggenmusik. Da der Lehrer zu
dieser Zeit im Kreuzlinger Schreiberschulhaus tätig war, wurde die junge Gugge auf
den Namen Schriiber Schränzer getauft. Die Kinderguggenmusik wurde bei ihren Auftritten
stets von einigen Erwachsenen begleitet. Von der Fasnachtssucht gepackt, entschieden
diese nach zwei Jahren eine eigene Guggenmusik zu gründen.
Am 13. Okt. 1986 trafen sich die „fasnachtsbegeisterten“ Personen im Restaurant Burg
in Kreuzlingen. Olivier Grandjean nahm sich nun auch den Erwachsenen an. Gemeinsam
entschieden die ehemaligen Begleiter der Schriiber Schränzer an diesem Abend eine
eigene Guggenmusik zu gründen. The Gasse Schränzer were born!
In der Saison 86/87 traten die Gasse Schränzer das erste Mal gemeinsam auf. Das Engagement an den Narrenabenden der NGE (Narrengesellschaft Emmishofen) trug viel dazu bei, in recht kurzer Zeit einen breiten Bekanntheitsgrad zu erreichen.
Musikalische Leitung
Die ersten Töne gaben die Gasse Schränzer unter der Leitung
von Olivier Grandjean von sich. Danach übernahm Jürg Michael den Taktstock.
Zwischen 1993 und 2001 wurde die Gruppe von Reto Oberhänsli angeführt. Unter seiner Leitung entwickelten sich die Gasse Schränzer zu einer Guggenmusik, die mit ihren musikalischen und optischen Darbietungen Akzente setzte.
Nachdem sich Reto Oberhänsli entschloss, die Guggenmusik zu verlassen, musste die
Frage der musikalischen Leitung erneut geklärt werden. Corinne Keller, welche bereits
bei den Schriiber Schränzer Erfahrungen als Spielleiterin sammeln konnte, stellte
sich zur Verfügung das Amt zu übernehmen. Mit Stücken wie „Hero“ von Bonny Tyler
oder dem Schundersong der Ärzte bewies sie in den letzten Jahren ihr Talent als Major
der Kreuzlinger Guggenmusik.
Jubiläum, internationale Guggentreffen und Videoproduktion
In der Saison 1996/97 feierten
die Gasse Schränzer ihr zehnjähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr war die Gugge mit
dem aufwendig verarbeiteten Paradiesvogel unterwegs.
Im Jahre 2000 nahmen die Gasse Schränzer zum ersten Mal an einem internationalen Guggentreffen teil, welches damals in Venedig stattfand. Ein Jahr später folgte eine Videoproduktion im Chateau Lipperswil. Immer noch im Hexenkostüm reiste die Gugge 2002 nach Berlin an ihr zweites internationales Guggentreffen.